Man(n) ist nie zu alt für Lego! Deswegen ist für meinen Freund und mich das Lego-Buch eigentlich Pflicht. Wir sind beide als Einzelkinder aufgewachsen und haben damals tagelang Lego gespielt. Erst letztens haben wir uns wieder ein Lego-Set gekauft und erstmalig gemeinsam gebaut. Es war also wirklich spannend, einen Blick in das Lego-Buch zu werfen.

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Das Buch „Mein Lego – 70 kreative Upcycling-Ideen für zuhause“ von Isabelle Bruno und Christine Baillet ist erst heuer in der Verlagsgruppe Random House erschienen. Das Buch der beiden Französinnen zeigt 70 witzige Ideen, die im Alltag ein echter Hingucker sind. Eingeteilt ist es in mehrere Schwierigkeitsstufen – da ist wirklich für jeden etwas dabei!

Eigentlich wollte mein Freund nur einen kurzen Blick in das Buch werfen, und etwas Anderes machen. Aber sobald ich das Paket vom Verlag ausgepackt habe, leuchteten seine Augen wie die von einem kleinen Kind. Lego versetzt einfach jeden in seine Kindheit. Es war lustig, ihn zu beobachten. Zwischen erstaunten Blicken sagte er Dinge wie „Baby, da werden wir leider pleitegehen“ oder „Boah, ist das geil!“. Aber das ist das Buch auch wirklich.

Gemeinsam blätterten wir es also durch und entdeckten unzählige Ideen, die wir einmal umsetzen möchten. Vieles merken wir uns für unser zukünftiges Haus vor: ein Schreibtisch, einen Weihnachtsbaum, eine Pinnwand oder eine Tastatur. Alles aus Lego natürlich. Wir konnten das Buch gar nicht zur Seite legen und wollten am liebsten gleich loslegen mit dem Basteln.

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Auch cool: eine Kamera, ein Schiffe-Versenken-Spiel oder Seife in Legostein-Form. Ihr seht also, das Buch bietet unglaublich vielseitige Ideen für beinahe jeden Lebensbereich. Zum Teil sind auch detaillierte Anleitungen mit Bildern dabei, leider aber nicht bei allen. Bei den größeren, schwierigeren Projekten sind nur die Ideen abgebildet. Eigentlich ist das ganz schön gemein, weil man es nicht so einfach nachbauen kann. Aber trotzdem sind auch da echt coole Projekte für Bastler dabei, wie zum Beispiel eine Lochkamera mit echtem Film und aufwändiger Mechanik.

Fast ein bisschen stolz waren wir, als wir unser eigenes Lego-Projekt im Buch wiederentdeckt haben: Als wir in unsere Wohnung gezogen sind, wollten wir ein ganz eigenes Schlüsselbrett haben. Für meinen Freund, den alten Lego-Fan, war klar: jeder Schlüssel bekommt einfach einen Legostein. Und so schaut unser Schlüsselbrett aus:

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Was ich unbedingt als nächstes ausprobieren möchte, sind die Lego-Gummibonbons. Dafür braucht man die Lego-Silikonform, die ich sowieso schon länger haben wollte. Unsere Salz- und Pfeffer-Streuer sind übrigens auch Legostein-förmig…

Insgesamt ist das Buch super schön zum Anschauen, aber ein echtes Wechselbad der Gefühle. Mein Freund schwankte zwischen erstauntem Luftanhalten, einer Freude-Phase über das Buch und einem „Mah, das ist so gemein! So viel Zeit hab ich ja gar nicht!“. Ihr merkt bestimmt schon, dass dieses Buch ein Motor für alle Selbermacher ist. So viele Ideen wie auf Pinterest, nur eben als Buchform.

Auch wenn nicht jede Anleitung genau erklärt ist, ist dieses Buch ein Muss für Lego-Fans, die zumindest nach außen hin erwachsen geworden sind. Einige Ideen sind zwar auch Kind-Kompatibel, aber so richtige Freude mit dem Buch haben erst „große“ Kinder – so wie ich zum Beispiel.