Es ist Spargelzeit! Eigentlich hab ich bis vor ein paar Jahren keinen Spargel gegessen, aber mittlerweile liebe ich ihn. Umso spannender war die Saison heuer für mich: der Spargelhof Magoschitz in Mannsdorf an der Donau hat einen kleinen, feinen Bloggerkreis zu sich eingeladen. Zwei Stunden haben wir am Hof verbracht – von Basisinfos, zur Produktion, aufs Feld.

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Der Besitzer und Spargelbauer Herr Magoschitz begrüßte uns freundlich auf seinem Hof. Er erzählte uns allerhand interessante Dinge rund um den Spargel. Meine Top 5-Infos sind:

  1. Spargelanbau ist unglaublich aufwändig. Herr Magoschitz hat rund 200 Angestellte um alles zu schaffen. Daher ist der Spargel auch teurer als anderes Gemüse.
  2. Grüner und weißer Spargel kommt eigentlich von derselben Pflanze. Nur der Anbau ist unterschiedlich – grüner Spargel wächst ober der Erde, weißer unter der Erde.
  3. Weißer Spargel wird durch Sonneneinstrahlung nach der Ernte rot. Man muss aufpassen, dass er nach der Ernte dunkel gelagert wird, roter Spargel lässt sich nicht verkaufen. Und das, obwohl er eigentlich gesünder wäre.
  4. Spargel kann man roh essen. Das wusste ich zum Beispiel nicht. Wir haben bei unserem Ausflug grünen Spargel direkt vom Feld gegessen – schmeckt sehr grün.
  5. In den ersten 2 Jahren kann man keinen Spargel ernten. Erst in den nächsten 6 Jahren kann der Spargel gestochen und verarbeitet werden. Sind die insgesamt 8 Jahre vorüber, so muss sich das Feld 20 Jahre erholen.

Am Spargelhof haben wir quasi den Weg vom Spargel verfolgt. Jeder Angestellte hat seinen Teil des Spargelfeldes, den er täglich zweimal abgeht. Der Spargel wird gestochen und in einen abgedunkelten Kleinbus gegeben, sodass er kein Sonnenlicht abbekommt. Ständig ist mindestens ein Kleinbus auf dem Feld und einer fährt zum Hof. Dort wird er ausgeladen und mit Maschinen dem einzelnen Spargelstecher zugeordnet. Herr Magoschitz bezahlt seine Angestellten nämlich pro geernteten Spargel – nicht nach Gewicht. Daher ist es wichtig, dass jeder Spargel zu seinem Stecher zugeordnet wird. In weiteren Schritten wird der Spargel aufwändig nachbehandelt – fotografiert, gekürzt, gewaschen, gekühlt – manchmal sogar geschält.

Dann haben wir noch einen Ausflug aufs Feld gemacht – mein absolutes Highlight: grünen Spargel selber stechen. Ich bin schon oft an einem Spargelfeld vorbeigefahren, aber selber ernten ist eben doch was ganz Anderes. Richtig stolz war ich auf meinen „eigenen“ Spargel.

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Im Hofladen, wo ihr zur Spargelsaison von 7 bis 19 Uhr einkaufen könnt, hab ich dann gleich noch ein paar Leckereien mitgenommen. Danke nochmal an Kathi von Spielplatzküche fürs Organisieren und natürlich an die Familie Magoschitz vom Spargelhof – insbesondere Herr Magoschitz, der so nett war und uns ausführlich in die Thematik Spargel eingeführt hat.

Von meinem Ausflug zum Spargelhof Magoschitz hab ich euch natürlich mein Lieblingsspargelrezept mitgebracht. Außerdem habt ihr die Chance, einen Wein, der „Spargelsymphonie“, und einen Spargelschäler zu gewinnen.

Weitere leckere Rezepte findet ihr übrigens bei
* Kathi von Spielplatz Küche
* Jasmin von Mary Jay und
* Claudia von Genusswolke


Spargelauflauf

Zutaten:

  • 1 kg Spargel (ich habe weißen genommen)
  • 2 Päckchen Sauce Hollandaise
  • Schinken
  • Geriebener Käse (am besten Pizzakäse oder Mozzarella)
  • ½ kg Kartoffel
  • Frische Petersilie
  • Ein Löffel Butter
  • Ein Löffel Zucker
  • Salz

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Zuerst müsst ihr den Spargel schälen. Ich kaufe übrigens am liebsten den sogenannten Spargelbruch – das sind vorwiegend Spitzen, die kürzer sind als „normaler“ Spargel. Dafür aber ist er viel weniger holzig und man kann so gut wie alles verwenden. Ist der Spargel geschält, gebt ihr ihn in einen Topf mit kochendem Wasser. Dazu gebt ihr etwas Salz, einen Löffel Zucker und einen Löffel Butter. Auch die Kartoffel könnt ihr in der Zwischenzeit kochen.

Der Spargel kocht ungefähr 20-25 Minuten. Danach wird er abgeseiht. Jetzt gebt ihr ihn in eine große Auflaufform. Da ich keine so große Form habe, habe ich den Spargel einfach auf zwei Formen aufgeteilt. Über den Spargel schüttet ihr dann die Sauce Hollandaise. Wem gekaufte Sauce zu banal ist, kann einfach aus 2 Eidottern, 4 EL Weißwein, 150 g Butter, Salz und Pfeffer seine eigene Sauce zaubern. Ich würde hier jedoch die doppelte Menge machen.

Auf den Spargel mit Sauce legt ihr jetzt den Schinken. Zum Schluss streut ihr den Käse darüber. Wieviel Schinken und Käse ihr da nehmt, bleibt euch überlassen. Da mein Freund und ich gerne deftig essen und Käse lieben, haben wir 200g Schinken und 200g Käse verkocht. Jetzt gebt ihr die Form für eine Viertelstunde bei 200 Grad auf der Grillstufe in den Backofen.

Während der Spargel im Ofen ist, könnt ihr die Kartoffel schälen und die Petersilie hacken. In einer Pfanne oder einem Topf etwas Öl heiß machen und die Kartoffel mit Salz und Petersilie anbraten.

Gewinnspiel

Ich weiß, das Gericht ist eigentlich an sich schon unglaublich lecker. Dazu perfekt passt aber der Wein „Spargelsymphonie“ , den mir der Spargelhof Magoschitz für euch zur Verfügung gestellt hat. Wer also gerne die Flasche inklusive Spargelschäler gewinnen möchte, folgt meinem Blog per Mail und schreibt mir eine Nachricht an bianca.kreatur@gmail.com, warum ihr gerne gewinnen wollt. Unter allen Einsendungen bis Sonntag, 21.Mai 2017 20 Uhr wird gelost.

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Teilnahmebedingungen:

Teilnahmeberechtigt ist jeder oder jede, die mir an bianca.kreatur@gmail.com ein Mail schreibt und meinem Blog per Mail folgt. Teilnahmeschluss ist Sonntag, 21. Mai 2017 um 20 Uhr. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird per Mail benachrichtigt.

Die Auslosung des Gewinners/der Gewinnerin liegt in der Hand von Bianca Petz, Betreiberin und Inhaberin des Blogs KREA[tiv*kul]TUR. Die Teilnahme ist kostenlos. Fragen bezüglich des Gewinnspiels bitte an bianca.kreatur@gmail.com. Barablöse ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.