Österreich hat vergleichsweise ja einen kleinen Markt für Filme und Serien. Viele bevorzugen ja amerikanische oder deutsche Produktionen. Ich steh aber eigentlich sehr auf österreichische Serien, vermutlich, weil ich österreichischen Humor sehr gerne mag. Eine von diesen Serien ist zum Beispiel Die Detektive. Das ist eine 10-teilige Serie aus 2013 und Serkan Kaya und Johannes Zirner spielen in den Hauptrollen. Ich kenne Serkan Kaya schon lange als Musicaldarsteller und habe die Serie eigentlich nur zu schauen begonnen, weil ich ihn sehr mag. Aber schon nach der ersten Folge war für mich klar: die Serie hat eindeutig mehr zu bieten, als einen tollen Hauptdarsteller.

Die Serie dreht sich um zwei sehr unterschiedliche Halbbrüder, Felix und Ronnie. bis zum Tod ihres Vaters wissen sie nichts voneinander. Der eine ist Buchhalter, der andere gerade mit seinem Hippie-Bus auf einem Roadtrip. Ihr Vater hatte eine Detektei, die sie eigentlich ungeplant übernehmen. So lösen sie mit Witz und Charme in jeder Folge einen Fall. Doch auch den mysteriösen Todesfall ihres Vaters klären die beiden Halbbrüder im Laufe der Serie auf.

Regie führte Michi Riebl, weitere Rollen spielen unter anderen Katharina Straßer, Wolfgang Böck und Lukas Resetarits. Momentan wird die Serie auf ORFeins wiederholt, und zwar dienstags um 21:05.

Was ich an der Serie am liebsten mag, ist der Charakter von Ronnie. Wahrscheinlich bin ich beeinflusst, weil ich den Schauspieler Serkan Kaya so gerne mag, aber trotzdem ist dieser Charakter ein witziges Highlight. Er versucht seinen ernsten, korrekten Bruder stets zu witzigen Aktionen zu überreden und steigt damit in so manchen Fettnapf, wenn auch sehr liebenswürdig. Was ich auch sehr schätze, ist das Augenzwinkern, mit dem die Serie erzählt wird. Es ist zwar eine Krimi-Serie, aber trotzdem weder gruslig noch blutig. Ich mag Krimis und Detektivgeschichten gerne – schon als Kind wollte ich ein Detektivbüro in der Ferienwohnung meiner Eltern einrichten – mag es aber nicht, wenn ich immer wieder wegschauen muss, weil zu viel offene Wunden zu sehen sind. Diese Serie kann man also ruhigen Gewissens vorm Schlafengehen anschauen, und danach auch wirklich schlafen – ganz ohne Albträume.

Was natürlich bei einem Fernsehabend, egal ob spannend oder lustig, nicht fehlen darf, ist der passende Snack. Ich hab für meinen Detektive-Abend das klassische Popcorn neu interpretiert, das Rezept dazu findet ihr hier.