Mein kulturelles Jahr 2017 hat schon mal großartig begonnen. Der erste Theaterabend des Jahres führte mich in den Wiener Stadtsaal zu einem Konzert von Drew Sarich und dem Endwerk-Orchester. Zusammen spielten sie ihr neues Album „Let him go“. Das war zwar schon letzte Woche, aber im Laufe der nächsten zwei Monate finden noch zwei Termine in Linz und St.Pölten statt.

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Drew Sarich kennt ihr ja bestimmt schon aus einigen Musicalbeiträgen von mir, zum Beispiel aus Luna. Mit „Let him go“ macht er aber seine ganz eigene Musik: einen musikalischen Roadtrip durch Amerika. In der Konzertbeschreibung vom Stadtsaal stand „Es gilt, eine Tasche zu packen und es sich auf dem Rücksitz bequem zu machen. Drew übernimmt das Fahren. Und das Erzählen.“ Das find ich eine sehr passende Beschreibung, zumal es nicht nur ein Konzert war. Zwischen den Liedern erzählte Drew immer wieder eine Geschichte. Und zwar eine zusammenhängende Geschichte, von Anfang bis Ende. Das war neu. Früher erzählte er zu jedem Lied seine eigene, persönliche Geschichte. Jetzt ist das Ganze wie ein Konzeptalbum: eine fiktive Story hält die Lieder zusammen. Eine Story über einen Mann in der Midlife-Crisis, der seine Frau gegen ein Auto eintauscht und einfach abhaut. Während seinem Trip durch Amerika lernt er eine verheiratete Frau kennen. Diese beschert ihm zwar schöne Nächte, doch als ihr Mann nach Hause kommt gibt’s eine Prügelei. Weiter geht’s nach New York. Ob er jemals wieder zu seiner Frau zurückkommt, bleibt offen.

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Drew Sarich spielt selbst Gitarre und singt, wird aber von dem großartigen Endwerk Orchester unterstützt. Das sind Titus Vadon am Schlagzeug, Harald Baumgartner am Bass, Christoph Harras an der Gitarre, Bernhard Rabitsch an der Trompete, Erwin Bader an sämtlichen Tasteninstrumenten, Rainer Gutternigg an Blechblas- und Streichinstrumenten und Manfred Franzmeier an Holzblasinstrumenten. Was ich an der Truppe und den Konzerten liebe, ist, dass sie nicht nur musikalisch ganz wunderbar sind, sondern sie alle auch so wahnsinnig viel Spaß und Leidenschaft ausstrahlen. Natürlich mag ich die Lieder sehr, weil sie mich auf einen Highway entführen und sie einfach wirklich gut sind. Aber manchmal ist es noch viel schöner, die Musiker genau zu beobachten anstatt sich fortzuträumen. Titus Vadon zum Beispiel steckt einen richtig an mit seiner guten Laune, wenn man hin und wieder zu ihm hinschaut.

Das Album „Let him go“ präsentierte Drew Sarich im Mai und umfasst 14 Tracks voll Aufbruchsstimmung und Fernweh. Wer Lust auf einen kleinen Roadtrip hat, hat am 27.Jänner in der BlackBox in Linz und am 24.Februar in der Bühne im Hof in St.Pölten die Gelegenheit mit Drew mitzufahren.