Nehmt ihr auch gern Urlaubslektüre mit, die zu eurem Urlaubsort passt? Ich habe mir extra noch ein paar Bücher ausgesucht, die etwas mit Italien zu tun haben, damit ich auf der Insel Elba durch und durch italienischen Urlaub machen kann. Eines von den Büchern ist „Dolce Vita für Fortgeschrittene“ von Dori Mellina.

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Insgesamt ist das Buch „Dolce Vita für Fortgeschrittene“, wie der Titel schon vermuten lässt, leichte aber unterhaltsame Sommerlektüre. Der italienische Charme wird hier gekonnt mit den gängigen Klischees gemixt, die wirklich zum Lachen bringen – ich musste mehrmals laut auflachen.

Zum Inhalt. Es geht um eine Italienerin, Laura, die zwar in München lebt und sich einigermaßen angepasst hat, aber ihre italienischen Wurzeln und ihr Temperament nicht leugnen kann. Gemeinsam mit ihrem deutschen Freund hat sie eine kleine Tochter, die in dem Kulturkonflikt Deutsch-Italienisch erzogen wird. Obwohl Laura eine fixe Anstellung bei einem Pharmakonzern hat, gründet sie gemeinsam mit ihren italienischen Freundinnen eine Agentur in München. Mit ihrem Freund steckt Laura in der Krise und lernt prompt einen neuen Mann kennen – einen Italiener.

Im Klappentext steht noch „Mit Witz und Vespa: Lebenslust all‘italiana.“ Und genau so ist das Buch. Auch wenn das Buch größtenteils in Deutschland spielt, haucht es den Lesern mit der italienischen Protagonistin auf der roten Vespa Urlaubsflair ein.

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Leider ist das Buch sprachlich nicht immer ganz korrekt. Ich bin über ein paar Grammatik- und Rechtschreibfehler gestolpert. Zur Entschuldigung kann man aber sagen, dass das Buch von einer Italienerin auf Deutsch verfasst wurde – es ist also nicht übersetzt.

Beim Lesen lernte ich viel über Sitten in Italien, die ich noch nicht kannte und mich teilweise auch überraschten. Manche Dinge konnte ich dann gleich im Urlaub umsetzen, um nicht ganz so sehr als Tourist aufzufallen. Besonders lustig ist beschrieben, wie wichtig es den Italienern ist, eine bella figura zu machen, also gut vor anderen dazustehen. Zwischendurch fallen im Buch auch immer wieder italienische Begriffe und Aussprüche, die mit einer Fußnote erklärt und übersetzt werden.

Wenn ich ein Buch von einer Italienerin lese, welches auch noch von Italienerinnen handelt, erwarte ich fast, dass zumindest eine Person Bianca heißt. Zwar hat es fast bis zum Ende gedauert, aber schließlich habe ich dann doch noch meine Namensverwandte entdeckt.

Das Buch ist ideal geeignet als Sommerlektüre, da es nicht sonderlich anspruchsvoll, dafür aber umso unterhaltsamer geschrieben ist. Die knapp 320 Seiten lesen sich rasch, auch wenn das Ende nicht so groß ausfällt wie ich erwartet habe. Da hätte ich gerne noch ein paar Seiten extra gelesen.

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