Heute stelle ich euch mein letztes Buch der Urlaubslektüre vor. Der Sommer ist fast vorbei, die Urlaube leider auch. Natürlich gibt’s auch weiterhin Büchertipps, aber zum Abschluss der Reihe „Urlaubslektüre“ gibt es erstmal mein liebstes Buch, das ich diesen Sommer gelesen habe: Der Duft von Honig und Lavendel von Donatella Rizzati.

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Der Roman handelt von Viola. Sie ist Heilpraktikerin und findet für jedes Leiden die passende Heilmethode mit Kräutern. Bis ihr geliebter Mann plötzlich stirbt. Ihre Welt bricht zusammen und mit ihr Violas Gespür für Kräuter. Sie fühlt sich einsam und leer. Viola findet nur einen Ausweg: sie reist von Rom nach Paris. Hier befindet sich der kleine Kräuterladen von Gisèle, der Viola immer schon Sicherheit und Kraft gegeben hat. Schon als sie den Laden betritt, weiß sie, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Sie lernt wunderbare Menschen kennen, was nicht immer ganz einfach ist. Romain, der Besitzer des Cafés von Nebenan verdreht Viola ganz schön den Kopf.

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Der Roman erzählt von einer jungen Frau, die wieder lernt, stark zu sein. Freundschaft, Liebe und schließlich auch Familie helfen ihr dabei. Auch wenn es auf den ersten Blick nach einer Liebesgeschichte klingt, ist es eigentlich viel mehr: Viola lernt mit dem Verlust ihres Ehemannes umzugehen, kann endlich die komplizierte Beziehung zu ihrer Familie vereinfachen und findet eine neue Freundin.

Zwischendurch lernt man als Leserin auch einiges über Kräuter und Heilmethoden: Viola hat sich der Iridologie verschrieben, einer Heilmethode, die die Iris eines Menschen als Blick in die Seele benutzt. Außerdem gibt es einige Rezepte für Cremen, beruhigende Tees und vielem mehr.

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Insgesamt ist das Buch sehr einfühlsam und echt geschrieben. Ich mag es deswegen, weil Viola nicht so übertrieben und seltsam wirkt, wie manch andere Protagonisten von Romanen. Man kann ihre Entwicklung nachempfinden.

Ich finde auch das Bild des Kräuterladens als wohlduftenden Ruheort wunderbar. Man kann sich den kleinen Laden mitten in Montmartre gut vorstellen – und riecht dabei förmlich Lavendel, Honig, Rosmarin und viele andere Kräuter.

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Das Buch hat fast 500 Seiten und ist in drei Teile geteilt. Am Ende von manchen Kapiteln findet ihr Rezepte, die ihr ganz einfach nachmachen könnt. Wer sich absolut nicht für Kräuterheilkunde interessiert, könnte das Buch ein bisschen anstrengend finden, da einiges dazu erklärt wird. Ich fand das aber ganz interessant, auch wenn ich keine Kräuterhexe bin.