Bis jetzt habe ich die Low Carb-Ernährung eigentlich nur so durchgezogen, dass ab und zu Beilagen weggelassen wurden und weniger Brot auf den Tisch kam. Auf Dauer ist das aber auch ein bisschen mühsam, da mir bald die Ideen ausgegangen sind. Ich kann ja nicht immer nur Fleisch mit Gemüse kochen. Deswegen habe ich mir jetzt ein Low Carb-Kochbuch zugelegt, das verspricht: Abnehmen ohne Heißhungergefühl. Na ich bin gespannt.

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Das Buch „Low Carb – Der 3-Wochen-Plan“ von Tanja Dostal ist 2016 im Bassermann Verlag erschienen. Es eignet sich zum Einstieg in die Low Carb-Ernährung und beinhaltet Rezepte für den ganzen Tag. Außerdem verspricht das Buch, dass man nicht nur abnimmt, sondern sich auch fitter und energiereicher fühlt.

Ganz am Anfang gibt es eine Erklärung, was Low Carb eigentlich ist und wie diese Art der Ernährung funktioniert. Hier wird der Standpunkt vertreten, dass man die Kohlehydrate nicht gänzlich weglassen soll, sondern nach und nach reduzieren. Außerdem gibt es eine kleine Übersicht, welche Lebensmittel von Natur aus weniger Kohlehydrate haben und was man am besten zum Frühstück isst oder wenn der Heißhunger dann doch kommt.

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Einige dieser Tipps scheinen mir ganz plausibel, andere eher nicht. Ein großes Glas Wasser, eine Scheibe Schinken oder Käse, Gurke, Ei – all das kann ich mir gut vorstellen gegen Heißhunger. Vor allem Käse funktioniert gut, da Käse ja bekanntlich den Magen schließt. Eine Scheibe hat mich schon oft vor dem vermeintlichen Verhungern gerettet. Weniger gut vorstellen kann ich mir einen Rollmops gegen den Heißhunger. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich das insgesamt nicht so lecker finde. Aber ich bin sicher, da findet jeder ein paar Dinge, die im akuten Hunger-Notfall helfen.

Weiter geht’s mit den Rezepten. Die sind geordnet nach Mahlzeiten und Essgewohnheiten. So gibt es ein eigenes Kapitel für Fleischrezepte, aber auch eines mit Fisch und eines für vegetarische Rezepte. Vor allem die Rezepte fürs Frühstück (die sich aber auch für das Abendessen oder für Zwischendurch eignen) klingen lecker: Mandelomelett mit Topfen und Beeren, Ei-Bacon-Muffins, Low Carb-Brot, Aufstriche und Eiweißwaffeln. Die Backwerke beinhalten fast kein Mehl, das Mandelomelett wird beispielsweise mit Mandelmehl gemacht, die Eiweißwaffeln mit Eiweißpulver statt Mehl.

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Die Rezepte zur Hauptspeise sind zwar schon auch Salat-lastig, es sind aber auch deftigere dabei: Kürbissuppe mit Spinat und Kalbsbrät-Klößchen, Szegediner Putengulasch, Flammkuchen mit Blumenkohlboden, Spinatroulade mit Lachs, Karottenpuffer mit Curry, um nur einige zu nennen.

Den Flammkuchen mit Blumenkohlboden will ich unbedingt ausprobieren, auch wenn man bei uns eigentlich Karfiol sagt. Aus diesem Karfiolboden kann man auch Pizza machen. Ein bisschen abartig finde ich das Rezept für Sushi mit Blumenkohlreis, aber das ist vermutlich Geschmackssache.

Auch für den süßen Hunger findet man ein paar Rezepte: Beeren-Ricotta-Eis, Schokokuchen mit flüssigem Kern und gebratene Papaya mit Kokospanade.

Bei jedem Rezept sind die Kalorien und Nährstoffangaben pro Person dabei. Am Ende des Buches gibt es einen 3-Wochen-Plan, was man jeweils morgens, mittags und abends essen soll. Dabei gibt es auch die Kalorienangabe für den ganzen Tag sowie die Kohlehydrate in Gramm. Außerdem gibt es noch eine Tabelle, die anzeigt wie viel Kohlehydrate in welchen Lebensmitteln stecken.

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Insgesamt sind die Zutaten der Rezepte schon ausgefallener und man muss sicher auch in der Drogerie suchen, um alles zu bekommen. Trotzdem klingen einige Rezepte lecker, obwohl sie so gesund sind. Ich werde definitiv einige Rezepte ausprobieren, auch wenn ich mich nicht an den 3-Wochen-Plan halten werde. Das ist mir dann doch zu viel des Guten.