Kennt ihr das? Es regnet und ihr habt keine Lust, irgendetwas zu machen? Eigentlich gäbe es viel zu tun, aber bei Regen ist es oft gar nicht so einfach, sich vom Sofa aufzuraffen. Ich habe jetzt „Das Regentage-Kreativbuch“ vom EMF Verlag bekommen, in der Hoffnung keine langweiligen Regentage mehr zu verbringen.

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Was ich beim Bestellen übersehen habe: das Buch ist für Kinder. Dürfen Erwachsene keine Langeweile bei Regen haben? Naja, ich schau mal, ob nicht auch so brauchbare Dinge im Buch versteckt sind.

Das Buch ist aufgeteilt in Rezepte, Bastelanleitungen, Spiele und Aktivitäten im Regen. Es umfasst insgesamt über 170 Seiten kreativen Spaß für Kinder ab 3 Jahren. Schade, dass ich noch keine Kinder habe, weil einige Dinge klingen echt cool.

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„Das Regentage-Kreativbuch“ von Kalinka Meesenburg ist wirklich schön gestaltet: alles wirkt wie mit Wasserfarben gemalt, aus dem Cover ist ein großer Regenschirm ausgeschnitten, die Fotos sind bunt und für Kinder ansprechend. Durch das Hardcover wirkt es, als wäre es stabil genug für Kinderhände.

Zu Beginn gibt es eine Seite mit Grundlagen. Hier wird erklärt, welche Kreativideen leicht, mittelschwer oder knifflig sind, wie diese gekennzeichnet sind und welche Grundmaterialien man brauchen kann. Das Buch ist direkt an die Kinder gerichtet formuliert, so steht zum Beispiel bei „Bevor du loslegst“: „Bevor du mit dem Basteln loslegst, musst du immer deinen Arbeitsplatz vorbereiten! Du ziehst dir eine Malschürze oder ein altes T-Shirt an. (…) Wenn du mit deinem Projekt fertig bist, räumst du natürlich alles wieder auf. Ist doch klar!“ Außerdem findet man im ganzen Buch verteilt Karli, die Schnirkelschnecke. So können Kinder zwischen den Anleitungen immer wieder suchen, wo sich Karli versteckt hat.

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Im ersten Kapitel, der kleinen Kinderküche, gibt es einfache Rezepte, die Kinder gemeinsam mit einem Elternteil kochen können. Das ist Limonadeneis, Knabbermonsterkekse, Waffelherzen, ein Höhlenpicknick und viel mehr. In der Regenwetter-Werkstatt findet man Projekte zum Malen und Basteln. Besonders toll finde ich die selbstgemachten Badebomben, den Schachtelschatz für langweilige Tage, selbstbedruckte T-Shirts und ein Vogelhäuschen mit Futterkugeln. Ihr seht also, für manche Ideen muss man gar nicht unbedingt Kind sein. Einiges ist auch als erwachsenes Kind noch sehr cool.

Bei den Schietwetter-Spielen werden Spiele selbst gebastelt: Schiffchenschieben, wo gefaltete Schiffchen am Spielfeld vorankommen, wenn man die richtige Farbe würfelt, oder die Regenbogensuche, das auf dem Memoryprinzip basierend einen Regenbogen in der richtigen Farbreihenfolge macht.

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Im letzten Kapitel, raus in den Regen, gibt es Anleitungen für draußen. Der Tropfenzähler zeigt an, wieviel es schon geregnet hat, der Pfützensegler ist ein kleines Schiff aus Korken und auf dem Regenmalbild arbeiten Aquarellstifte und Regen zusammen, sodass ein Kunstwerk entsteht.

Sowohl die Rezepte als auch die Anleitungen erstrecken sich meist über mehrere Seiten und sind gut erklärt und kindgerecht gemacht. Natürlich gibt es auch Anleitungen, wo Kinder Unterstützung von Erwachsenen brauchen können. Manche Dinge machen aber bestimmt der ganzen Familie Spaß! Blättert man das Buch durch, wünscht man sich fast, wieder Kind zu sein.

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(Rezensionsexemplar)