Ich hab schon seit einiger Zeit von einer Sofortbildkamera geträumt. Im Sommer habe ich mir endlich diesen Wunsch erfüllt: ich habe mir eine Lomo Instant gekauft. Parallel dazu hat mein Freund bei seinem Opa eine alte Polaroid-Kamera gefunden – plötzlich hatten wir also zwei analoge Kameras.

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Ich hab es schon immer toll gefunden, dass man einfach ein Foto machen kann und innerhalb der nächsten Minuten ein fertiges Bild in den Händen hält. Diese Faszination habe aber nicht nur ich: auch meine Freundinnen lieben es, ein Foto zu machen und zu warten, bis es entwickelt ist. Das Entwickeln dauert bei meiner Lomo Instant übrigens nur 5 Minuten. Bei der Polaroid dauert es mindestens eine halbe Stunde, was ich aber umso spannender finde.

Wir benutzen unsere Sofortbildkameras vor allem für besondere Momentaufnahmen. Da die Filme ja doch nicht ganz billig sind, wird nicht alles mit der Polaroid geknipst. Meine Lomo Instant verwendet den Fuji Instax Film, der doch um einiges günstiger ist, als der Film von Impossible Project, der für originale Polaroid-Kameras entwickelt wurde.

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(Die Handschlaufe hab ich übrigens selbst gehäkelt.)

Passend zu unserem neuen Hobby hab ich auch das Buch „Polaroid – kreative Tools und Techniken“ von Rhiannon Adam bekommen. Das Buch ist im Prestel-Verlag erschienen und ein tolles Einsteigerwerk. Ich hatte ja anfangs gar keinen Plan von Sofortbildkameras, aber das Buch bietet eine gute Übersicht. Vor allem für kreative Fotos gibt es hier tolle Erklärungen und eine Übersicht, mit welcher Kamera und mit welchem Film was umzusetzen ist. Auch gibt es anfangs einen guten Einstieg zu den verschiedenen Herstellern.

Zwischendurch gibt es immer wieder Tabellen, wo man sehen kann, welcher Film zu welcher Technik und Zubehör passt. Auch Gebrauchsanleitungen zu einzelnen Kameras, inklusive Anleitung zum Filmeinlegen und Kamerapflege befinden sich im Buch. Das finde ich besonders praktisch, weil für meine Polaroid gibt es auch keine originale Anleitung mehr.

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Was im Buch natürlich nicht fehlen darf: jede Menge Polaroid-Fotos. Ich finde, diese Bilder haben so viel mehr Charme als Handyfotos. Im zweiten Teil des Buches geht es um möglichst kreative Fotos: ob längere Belichtung, abgelaufene Filme, Mehrfachbelichtung oder Fön, der Kreativität ist keine Grenze gesetzt. Besonders die Manipulation der Filmkassetten finde ich spannend. Hier wird die Kassette mit Accessoires wie Buntpapier, Cutter oder Schablonen bearbeitet, sodass das Muster dann auf den Fotos zu finden ist.

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Auch eine Anleitung zum Transfer der Fotos auf Holz oder ähnliches Material gibt es im Buch. Insgesamt gibt es wirklich viele Möglichkeiten, nicht nur „normale“ Fotos zu machen. Das Buch „Polaroid“ ist eine wirklich tolle Übersicht, die auch gut erklärt und Tipps gibt. Was ich an dem Buch außerdem mag, ist dass es auf die verschiedenen Filme und Kameratypen eingeht. So kann ich Tipps und Tricks für meine beiden Kameras herauslesen, und das in nur einem Buch.