Dezemberlieblinge

Im Dezember habe ich eigentlich immer Stress. Vor Weihnachten soll meist noch so viel fertig werden, und dann muss man auch noch an Geschenke denken. Aber für den ein oder anderen Theaterabend muss trotzdem Zeit sein – welche Stücke im Dezember in meinem Kalender stehen, findet ihr hier.

2018_11_26_KHP1_wonderful_town_BP_(1520)_RET
© Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Wonderful Town

In der Volksoper feiert am Sonntag Leonard Bernsteins Musical Wonderful Town Premiere. Es erzählt von zwei Schwestern, die nach New York kommen. Während Ruth versucht, als Schriftstellerin Fuß zu fassen, möchte Eileen Schauspielerin werden. Dabei lernt sie, im Gegensatz zu ihrer Schwester, einige Verehrer kennen.

Die Handlung ist teilweise sehr absurd und sorgt im Publikum öfters für Lacher. Manchmal erinnert mich das Stück an alte Stummfilme: schräge Handlung, noch schräger umgesetzt und lustige Musik dazu.

Die Musik ist für meinen Geschmack leider etwas zu altmodisch und jazzig, ich vermisse in diesen alten Musicals immer den Sound der E-Gitarre und des Schlagzeugs. Prinzipiell passt es aber (wahrscheinlich gerade deshalb) gut in die Volksoper. Ohrwürmer gibt es einige, vor allem am Ende des ersten Aktes.

Die Besetzung ist großartig – Sarah Schütz und Olivia Delauré als die beiden Schwestern Ruth und Eileen, Drew Sarich als verkopfter Journalist Robert Baker und Peter Lesiak als arbeitsloser Footballspieler. Allesamt spielen und singen sehr gut, auch wenn es verhältnismäßig mehr zu sprechen gibt, als zu singen.

Sehr beeindruckend sind die großen Tanzszenen, in denen die Bühne richtig voll ist und man mit dem Schauen fast nicht nachkommt.

Trotzdem ist das Stück nicht ganz mein Stil – zu wenig Dramatik, zu viel Unterhaltung. Auch zieht es sich teilweise, Pause ist erst nach 1 h 45 min, die Vorstellung dauert drei Stunden.

 

© Barbara Pálffy / Volksoper Wien

Weihnachtsengel küsst man nicht

Auch wenn die Geschichte nicht dramatischer klingt, als bei Wonderful Town, erwarte ich mir beim Musical mit Musik von Rory Six doch schönere Melodien.  Die chaotische Geschichte aus dem gleichnamigen Film verspricht, dass „kein Auge trocken bleibt“.

Das Model Lina muss als Weihnachtsengel verkleidet Werbung für Salami machen, obwohl sie die Weihnachtszeit hasst. Dabei lernt sie Rentierbauer Rudi kennen, der sie für sich gewinnen möchte. Linas beste Freundin Annette hat jedoch ein Date mit Manfred für sie eingefädelt, obwohl Annette eigentlich selbst gern mit ihm anbändeln würde. Chaos und Liebeswirrungen vorprogrammiert.

Auf der Bühne zu sehen sind u. a.: Linda Hold, Katrin Mersch und Rory Six.

Ich habe bereits ein sehr schönes Lied aus dem Stück gehört und bin daher auch schon auf den Rest gespannt – auch wenn so lustige Geschichten nicht mein Fall sind. Aber wenn Rory Six Musik schreibt, berührt mich das eigentlich immer sehr, weswegen ich „Weihnachtsengel küsst man nicht“ heuer nicht verpassen möchte.

Außerdem ist die Theatercouch sowieso ein ganz großartiger Ort, an dem es auch schon richtig weihnachtlich ist. Perfekt also, um sich einen ruhigen Abend abseits vom Weihnachtsstress zu gönnen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: