Neujahrsvorsatz: Reisen

So schnell kann‘s gehen und ein neues Jahr beginnt. Habt ihr Vorsätze? Ich habe schon vor einiger Zeit ein ganz tolles Buch bekommen, das ich gerne als „Vorsatz“ hernehmen möchte. Vielleicht nicht nur für das nächste Jahr, sondern für mehrere Jahre, aber irgendwann möchte ich alles aus diesem Buch erledigt haben.

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Und zwar sind in dem Buch „Happy Weekend“ (Kunth Verlag, 2018) 52 Ziele in Europa beschrieben, die man gesehen haben muss. Das Buch ist eigentlich dafür ausgelegt, an jedem Wochenende in einem Jahr ein anderes Ziel zu bereisen, sodass man am Jahresende alles gesehen hat. Das klingt mir ein bisschen zu stressig, weswegen wir die Liste ausgedehnter abarbeiten. Die Idee an sich finde ich aber trotzdem ziemlich cool.

Die 52 Ziele sind natürlich vorwiegend Städte, teilweise aber auch Regionen, die nach Jahreszeit eingeteilt sind. Im Frühling etwa fährt man am besten nach Amsterdam oder Kopenhagen, im Sommer nach Helsinki oder Sankt Petersburg, im Herbst nach Barcelona oder Mailand und im Winter nach Stockholm oder Wien.

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Prinzipiell finde ich diese Einteilung zwar ganz praktisch, ich würde mich persönlich aber nicht unbedingt daran halten. Zum Beispiel steht die Toskana bei den Sommerzielen, was ich aber niemandem empfehlen kann. Wir waren im Hochsommer in Florenz, Siena, San Gimignano und Poggibonsi und würde das nie nie nie wieder tun. Viel zu heiß und viel zu viele Leute.

Die einzelnen Städte und Regionen sind kurz und knapp erklärt, eben genau für ein Wochenende geplant. (Wobei wir zum Beispiel Ljubljana an nur einem Tag geschafft haben) Hier werden nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschrieben, sondern auch nette Bars, Cafés, Restaurants, Läden, Ausflüge und Hotels. Außerdem gibt’s jeweils auf der Seite „Auf keinen Fall verpassen“ tolle Insidertipps, die über den normalen Reiseführer hinausgehen. In Amsterdam sollte man also ein kostenloses Lunch-Konzert im Concertgebouw erleben, oder im Cornwall Pasties probieren.

Auch wenn ich eigentlich schon einiges aus diesem Buch abhaken könnte, machen die hübschen Fotos sofort Lust auf eine neuerliche Reise. Bei fast jeder Stadt, in der ich schon war, habe ich mir bei dem ein oder anderen Tipp gedacht „Mist, das wusste ich damals gar nicht!“.

„Happy Weekend“ ist definitiv das tollste Reisebuch, das ich bis jetzt habe!

Eine tolle Ergänzung dazu ist das Buch „Die Welt (fast) zum Nulltarif“, welches ebenfalls im Kunth Verlag erschienen ist. Das Buch ist perfekt für mich – ich bin nämlich eine echte Schnäppchenjägerin und gebe nur sehr ungern viel Geld aus (außer vielleicht für Theater und unsere Hochzeit).

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Schon auf dem Cover werden 884 geniale Tipps in über 60 Städten weltweit versprochen. Von jedem Kontinent sind Städte enthalten, die meisten sind jedoch aus Europa und Nordamerika. Pro Stadt finden sich etwa ein bis zwei Doppelseiten mit günstigen Sehenswürdigkeiten, Events und Restaurants.

Für Wien zum Beispiel, was ich natürlich am besten beurteilen kann, sind echt tolle Tipps dabei. Für Touristen bestimmt nicht ganz offensichtliche Dinge, dafür umso wertvoller, wie etwa der Hinweis, sich für die Staatsoper einen Stehplatz zu kaufen, beim Würstelstand zu essen oder über den Naschmarkt zu schlendern. Auch wenn ich diese Tipps fast alle kannte, ist mir das Buch wahnsinnig sympathisch. Ich schaue mir auch am liebsten Gebäude von außen an und spare mir Zeit, Geld und Nerven, indem ich nicht überall hineingehe. Das Buch beschreibt die wichtigsten Dinge, die auch von außen viel hergeben – wie etwa Schlösser, Parks und coole Viertel.

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Abgesehen von Tipps für einzelne Städte gibt es auch Sammelseiten, auf denen etwa die günstigsten Safaris in Afrika, die schönsten Sonnenuntergänge in Asien, die besten eintrittsfreien Museen Europas oder die besten Abenteuer in amerikanischen Nationalparks aufgelistet sind.

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Hinten gibt es auch noch einen Preisindex, in dem festgehalten ist, wie viel ein Tagesaufenthalt mit Hotel, Essen und Sehenswürdigkeiten in den Städten jeweils kostet. Das fand ich recht interessant, da die Spanne hier sehr groß ist. Am billigsten urlaubt man in San Salvador und Bangkok, am teuersten in New York und der Karibik.

Das Buch ist total hochwertig gemacht und bietet auch sehr viele schöne Fotos. In einer Buchhandlung greife ich immer automatisch zu so hübschen Büchern, mit denen ich gerne mein Bücherregal fülle. Es ist natürlich kein Reiseführer, den man gerne mitnimmt (weil groß und schwer), ist aber perfekt für die Urlaubsplanung von zuhause aus. Vor einer Reise kann man sich ja die wichtigsten Dinge rausschreiben – und dann unterwegs eine Menge Geld sparen.

(Rezensionsexemplare)

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