Corona-Woche #4

Wir sind zum Glück nach wie vor gesund und arbeiten von zuhause aus. Trotz Home-Office habe ich endlich wieder Zeit gefunden, ein bisschen mehr zu lesen und Rezepte auszuprobieren. Deshalb habe ich für euch ein paar Kulturtipps sowie Rezepte zur Restlverwertung zusammengestellt.

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„Sterne über Rom“ von Karen Swan

Der Roman „Sterne über Rom“ handelt von der Engländerin Cesca, die nach Rom ausgewandert ist. Eigentlich arbeitet sie als Reiseführerin. Weil sie aber regelmäßig verschläft, wird sie entlassen. Doch wie es der Zufall so will, tut sich noch am selben Tag eine neue Möglichkeit auf: Ihre Nachbarin, die berühmte Viscontessa Elena, bietet ihr einen Job als Biografin an.

Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr hat Cesca das Gefühl, ein Geheimnis aufzustöbern…

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Das Buch ist wirklich gut gemacht – ich liebe es, wenn Bücher in Italien spielen. So liest man sich, gerade jetzt, ein bisschen in den Urlaub. Doch sowohl der Titel als auch das Cover würden eigentlich darauf schließen lassen, dass es sich bei „Sterne über Rom“ um einen 0815-Kitschroman handelt. Leider ist da bei der Titelübersetzung ziemlich viel verloren gegangen. Der englische Originaltitel ist „The Rome Affair“, was so viel mehr aussagt. Der Roman ist (wenn auch erst ab der Mitte) sehr spannend und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Selbstverständlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, aber verbunden mit einer Art Detektivgeschichte – sowas liebe ich am meisten!

Der Roman ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Einerseits werden Cescas Erlebnisse im Jetzt beschrieben, andererseits auch die Vergangenheit von Elena. Diese Art der Erzählung macht das Lesen sehr abwechslungsreich und spannend. Oft erfährt man Dinge zu Elenas Vergangenheit schon bevor Elena diese Erlebnisse im Jetzt mit Cesca teilt, wodurch sich die Leserin ein ganz eigenes Bild der Geschichte machen kann.

Alles in allem eine absolute Empfehlung! Ich würde gerne mehr Bücher wie dieses lesen…

„Das Leben, von unten gesehen“ von Dimitri Verhulst

Der Roman erzählt die Geschichte von Liliya Dimowa. Sie war einst die Muse sämtlicher bulgarischer Künstler, ist aber auch als ältere Dame noch sehr lebenslustig. Ihr Mann war einer der verbotenen Schriftstellern Sofias, weshalb sie sich den Kampf gegen den Kommunismus zur Lebensaufgabe gemacht hat. An der kommunistischen Literatur nimmt sie etwa Rache, in dem sie Bücher des kommunistischen Autors Michail Scholochow als Klopapier benutzt. Kaleidoskopartig werden auf 170 Seiten unterhaltsame Episoden aus Liliyas Leben erzählt.

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Teilweise ist das Buch ein bisschen mühsam, da es so durch die Jahre springt und die Geschichte Liliyas nicht linear erzählt wird. Auch ist mir manches zu politisch (ich bin leider nicht so sattelfest in der kommunistischen Vergangenheit Bulgariens…), da es nicht groß erklärt wird und man eben ein gewisses Maß an geschichtlichem Wissen braucht.

Aber nichtsdestotrotz war ich teilweise wirklich gut unterhalten, oft musste ich laut auflachen. Dimitri Verhulsts Schreibstil ist witzig, bissig, schwarzhumorig. Auch wenn ich lieber die niederländischsprachigen Originale lesen würde, werde ich bestimmt noch andere Bücher von ihm lesen. Momentan halt auf Deutsch, wenn Corona vorbei ist und man wieder reisen kann, werde ich mir vor Ort einige Originale besorgen.

Theater online

Vermisst ihr das Theater auch schon so sehr? Zum Glück gibt es einige tolle Streams, die das Corona-Leben bunter gestalten. Besonders empfehlen kann ich euch die tägliche Live-Sendung von Rory Six, dem Besitzer der Theatercouch. Er spielt immer um 15:30 Uhr ein Wohnzimmerkonzert, zu sehen zB auf Facebook über die Seite „Rory Six Fanpage“. Toll auch: er speichert die Konzerte, sodass man auch im Nachhinein noch in den Genuss kommt.

Viele Plattformen wie etwa Ticket Gretchen oder der Falter listen viele Streams von Theatern und anderen Kultureinrichtungen, sodass man nichts verpassen kann. Auch einzelne Theater wie etwa die Neue Oper Wien hosten auf ihrer Homepage einen Stream mit Aufnahmen vergangener Produktionen. Andere Theater wiederum, wie etwa die Volksoper, veröffentlichen in sozialen Netzwerken Homevideos ihrer Künstler.

Mein besonderes Highlight ist aber: How do you solve a problem like Corona?

Blätterteigtaschen

Als wir das letzte Mal vor der Ausgangsbeschränkung einkaufen waren, habe ich natürlich auch einige haltbare Zutaten mitgenommen. Wir haben versucht, so wenig wie möglich einkaufen zu gehen (was wir auch ganz gut durchgehalten haben), was mich natürlich endlich wieder dazu gezwungen hat, kreativer mit Zutaten umzugehen.

Beim ersten Versuch sind wirklich leckere pikante Blätterteigtaschen entstanden.

Zutaten für zwei Personen (die Menge hat super als Abendessen gereicht):

  • 1 Packung Blätterteig
  • 1 halbes Glas Pesto
  • 1 halbe Packung Frischkäse
  • 1 Zwiebel

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Die Zwiebel klein schneiden und mit Pesto und Frischkäse mischen. Den Blätterteig in Rechtecke schneiden. Mit einem kleinen Löffel die Füllung auf jeweils eine Hälfte der Blätterteigrechtecke geben. Die Blätterteigtaschen zuklappen und den Rand mit einer Gabel andrücken. Etwa 20 Minuten bei 180 Grad backen.

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Die Blätterteigtaschen schmecken sowohl warm als auch kalt.

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