Mission Nestbau – Gut geplant ist halb gebaut

Heute muss ich meine Vorfreude mit euch teilen: Vorgestern haben wir die Pläne für unseren Hausumbau bekommen und gestern haben wir bereits den Antrag auf Genehmigung bei der Gemeinde eingereicht. Wir sind zwar wegen Corona im Verzug, aber es geht doch was weiter. Dadurch, dass unser Haus im selben Ort wie unser jetziges Zuhause steht, haben wir die Corona-Zeit genutzt – verbunden mit dem täglichen Spaziergang – um das Haus für den Baumeister vorzubereiten.

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Mittlerweile haben wir in drei Räumen die Tapete entfernt und uns dabei geschworen, das Haus nie zu tapezieren. In zwei von den drei Räumen war es ganz okay, aber im dritten Raum war die Tapete nicht wasserdurchlässig, was die Sache um einiges mühsamer gemacht hat. Vor allem zu der Zeit, wo noch nicht alle Geschäfte offen hatten, mussten wir erfinderisch werden und unser Werkzeug selbst zusammenbasteln.

Beim Runterreißen der Tapete haben wir zwei Entdeckungen gemacht. Eine spannende und eine, die uns ein bisschen Sorgen bereitet. An manchen Stellen bröckelt die Decke runter, an einer Stelle ist ein großer Riss und es schaut aus, als würde ein Balken durchhängen. Die Ferndiagnose unseres Baumeisters war zwar, dass alles nicht so wild sein wird, aber wir sind schon froh, dass er seit dieser Woche wieder langsam den „Normalbetrieb“ hochfahren darf und sich so mit seinem Team auch endlich um unser Haus kümmern kann.

Die zweite, weit schönere Entdeckung war die alte Deckenbemalung. Auch wenn wir natürlich nach der Renovierung neu ausmalen und die Wandfarbe an unsere Einrichtung anpassen, möchten wir die neu entdeckten Rahmen, die auf der Decke gemalt sind, gerne übernehmen.

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Das ist nämlich das Schöne an so einem alten Haus: man findet nicht nur Absurditäten wie Damenspenden vom Dorfball aus 1986 oder 300 Lustige Taschenbücher über die mein Mann sich besonders gefreut hat, sondern auch so viele Hinweise auf die Vergangenheit, die den Charme des Hauses ausmachen. Dazu gehören auch eine alte, pastellblaue Schreibmaschine, eine zusammenfaltbare Brille, eine Geige ohne Saiten, alte Dias, Tonbandgeräte und natürlich haufenweise Fotos. Während mein Mann sich mit der Tapete abgeplagt hat, habe ich sehr viel Zeit damit verbracht, Laden auszuräumen, Fotos zu sortieren und meine Eltern und Großeltern auszufragen, wer auf den Fotos zu sehen ist.

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Außerdem hat mein Mann eine Kettensäge gefunden, die fein säuberlich verpackt und ready to use war – ein ganz besonderes Highlight für ihn. Vor allem deshalb, weil er Tage zuvor sämtliche Bäume mit der Handsäge umgesägt hat und dabei von seiner eigenen Kettensäge geträumt hat.

Natürlich wird das Projekt noch viele Nerven und Geduld erfordern, aber, es geht voran, wir freuen uns und haben schon einiges gelernt. Ich stell mir die Renovierung vor wie in einem Disneyfilm, etwa wie Cinderella, die statt ihren Lumpen ein hübsches Ballkleid anzieht. Mit viel Glitzer und Zauberstaub wird aus einem alten Haus unser neues Zuhause geschaffen. Das ist schon etwas ganz Besonderes.

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