Home-Office-Herbst

Ich finde, der Sommer verfliegt jedes Jahr so sehr. Aber heuer ist er ganz besonders schnell vergangen. Ein bisschen in der Sonne lesen, ein paarmal schwimmen gehen und dreimal im Garten grillen und auf einmal war der Sommer auch schon wieder vorbei. 

Jedes Jahr frage ich mich, warum die Zeit im Sommer schneller vergeht, als im Winter. Heuer habe ich eine Antwort gefunden: weil ich mir 1000 Dinge vornehme und dann schlussendlich nur für ganz wenig Zeit finde. Und neben einer Baustelle ist Zeit sowieso Mangelware. Trotz allem freue ich mich natürlich über den Fortschritt und genieße es, so viel Zeit im Home-Office verbringen zu können. 

Apropos Home-Office: im Theater hat eine neue Saison begonnen und für mich ist somit das Arbeitsleben auch wieder etwas „ernster“ geworden. Jedes Jahr nehme ich mir vor, die neue Saison strukturiert und gut geplant zu beginnen. Dafür habe ich mir 3 Dinge überlegt:

1. Neues Jahr, neuer Kalender

Ich verwende am liebsten Kalender, die länger als ein Jahr gehen. Meine Kalender sind immer von September bis zum darauffolgenden Dezember gültig. So kann ich Termine schon weit vorausplanen. Außerdem liebe ich es, einen neuen Kalender zu beginnen. Jedes Jahr überlege ich mir ein System, mit welchem Farbcode ich Termine eintragen könnte und wie er nicht nur mein praktischer Begleiter mit all meinen To Do’s ist, sondern gleichzeitig auch übersichtlich und einigermaßen hübsch gestaltet. Letzte Saison hat das nur mäßig funktioniert, da ich Dank Corona so viele Termine durchstreichen musste, sodass ich mich am Schluss selber nicht mehr ausgekannt habe. Deswegen habe ich mir für heuer radierbare Stifte zugelegt. So habe ich nicht nur für jede Terminkategorie eine eigene Farbe, sondern kann – wenn sich etwas ändert – easy alles ausradieren. 

2. Ich liebe Listen

Und damit ich wichtige Dinge, dringende Aufgaben und meine täglichen Einkäufe in meinem Kalender nicht übersehe, nutze ich zusätzliche Listen. Ich bin ein Riesenfan von Listen aller Art, weshalb ich mich besonders über die tollen Listenblöcke von der lieben Stephie von HochzeitDIY gefreut habe. Die Blöcke sind nicht nur super praktisch, sondern auch einfach wunderhübsch. Mit dem Format A6 passen die einzelnen Listen perfekt in meinen Kalender, sind aber trotzdem groß genug um nicht verloren zu gehen. Zum Beispiel die Einkaufsliste: normalerweise fuzle ich viel zu viele Dinge auf einen viel zu kleinen Zettel und wundere mich dann, warum ich den Zettel in meiner Handtasche nicht mehr finde. 

Oder der Wochenplaner: früher haben mein Mann und ich immer sehr spontan entschieden, was wir heute essen möchten. Dank Stephies Liste hat das aber endlich ein Ende. So machen wir uns immer schon am Wochenende Gedanken, was wir wann essen möchten, schreiben es auf und hängen den Zettel an den Kühlschrank. Das erspart eine Menge Zeit beim Nachdenken und ich weiß obendrein schon heute, auf welche Mahlzeit ich mich morgen freuen kann 🙂

3. Mein Stift ist immer dabei

So doof das vielleicht auch klingt, aber gerade seit Corona schaue ich immer stark darauf, dass ich nie ohne Stift außer Haus gehe. So oft muss man irgendwo etwas unterschreiben oder ausfüllen und dabei fremde Stifte angreifen. Weil ich aber oft meinen Stift einfach lose in die Tasche werfe, hat mich folgende Entdeckung sehr gefreut: Pen Loops. Ich liebe Notizbücher, an denen eine kleine Schlaufe für meinen Stift dran ist. Leider haben das nicht alle Bücher und schon gar nicht mein Kalender (der musste nämlich andere Kriterien erfüllen. Einen rosa Umschlag zum Beispiel). Dass es aber einzelne Schlaufen zu kaufen gibt, die man einfach in ein Notizbuch kleben kann, wusste ich bis vor Kurzem nicht. Ich habe einen Pen Loop bei einer beruflichen Veranstaltung geschenkt bekommen und habe mir seitdem noch ein paar dazugekauft. So praktisch: kein Stift-Suchen mehr in der Handtasche und keine Sorge mehr wegen fremden Stiften zur Coronazeit. 

Und weil zwischen Home-Office und Baustelle nur wenig Zeit bleibt, habe ich diesmal nur einen Buchtipp für euch: 

Pasta d’amore – Liebe auf Sizilianisch von Lucinde Hutzenlaub. Nach langer Zeit habe ich endlich wieder ein Buch ausgelesen, das ganz nebenbei auch noch ein netter Ersatz für den Italien-Urlaub war. Ehrlicherweise war ich zu Beginn nicht sicher, ob ich das Buch auslesen werde. Aurelia, die Hauptperson, ist doch sehr neurotisch und schon sehr überzeichnet, aber auch irgendwie sympathisch. Nach ihrer Trennung kehrt sie zurück zu ihrer Familie auf das Landgut La Mimosa. Ihre Uroma, die nie von Aurelias Exfreund begeistert war, ist froh, endlich ihren Plan verwirklichen zu können: einen sizilianischen Mann für Aurelia finden. Doch so einfach ist das gar nicht, wenn einerseits die Familie immer alles besser weiß als man selbst und man sich andererseits auch selbst ziemlich im Wege stehen kann. 

Doch bei einem großen Fest auf dem Landgut, das gleichzeitig sehr chaotisch, aber auch sehr schön beschrieben wird, wird Aurelia endlich alles klar. Endlich springt sie auch über ihren Schatten und es gibt (Überraschung!) doch noch ein happy end. 

Insgesamt war das Buch sehr nett und vor allem Aurelias Familie so herrlich sympathisch-italienisch. Aurelia selbst hat mich teilweise ziemlich genervt. Am Schluss war ich dann aber doch froh, das Buch nicht schon früher bei Seite gelegt zu haben. Allein schon um festzustellen: nächstes Jahr möchte ich aber schon wieder nach Italien reisen… 

Und für alle, die es brennend interessiert, wie der Stand unserer Baustelle ist: wir haben gerade den Estrich im Keller bekommen. In der Wohnetage wird in einigen Räumen schon ausgemalt, weil die Küche bald kommt. Im Dachgeschoss haben wir endlich echte Zimmer statt dem Dachboden. Bis auf eine Überraschung läuft alles relativ planmäßig. Wir haben nämlich entdeckt, dass der Boden in unserer Veranda morsch ist und an einer Stelle durchbricht. Auch wenn das zuerst ein ziemlicher Alptraum war, ist mittlerweile der Bodenaufbau schon erneuert und schaut super aus. Man sieht also, es läuft. Es gibt Tage, da geht es auf unserer Baustelle zu wie in einem Ameisenhaufen: zehn Arbeiter oder mehr arbeiten fleißig vor sich hin und machen unseren Traum vom Eigenheim wahr. 

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