Inspiriert von der Maker Faire Vienna habe ich mir am Abend gleich mein neues DIY-Buch „Alles in Farbe“ von Annie Sloan durchgeschaut. Mein Papa sagt zwar immer „Nur Narrenhände beschmier’n Tisch und Wände“, aber das wird in dem Buch definitiv widerlegt. Ihr findet darin 40 Ideen, wie man alte Gegenstände mit Farbe und verschiedenen Techniken ein bisschen aufpeppen kann.

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In „Alles in Farbe“ von Annie Sloan sind 40 Projekte mit detaillierten Anleitungen und vielen Schritt-für-Schritt-Bildern erklärt. Immer wieder gibt es auch eine Art Info-Box mit Tipps zur Verarbeitung der verschiedenen Materialien. Apropos Materialien: die Anleitungen sind auch immer genau mit Materialangaben versehen. Ein kleiner Nachteil ist jedoch, dass sich dieses Buch auf ganz bestimmte Farben bezieht. Die Autorin Annie Sloan hat nämlich ihre eigenen Farben auf den Markt gebracht und richtet ihr Buch auch auf diese aus. Sie hat die Chalk Paint™ mit eigenen Schablonen entwickelt. Im Buch ganz hinten steht auch, wo man diese Farben bestellen oder kaufen kann.

Ich denke, die Anleitungen werden mit ähnlichen, anderen Farben, die bei uns (einfacher) erhältlich sind, genauso funktionieren. Man muss sich dann halt nur im Klaren sein, dass die Farben anders aussehen als die im Buch. Aber zum Einholen von Ideen ist das Buch super.

Die ersten Seiten vom Buch befassen sich mit Farblehre, Pinseltypen und Material. So kann einem vielleicht auch geholfen werden, wenn man eben nicht genau die gleichen Farben verwendet. Ein detailliertes Farb-Dreieck zeigt die Farben von Chalk Paint™. Mit diesem Dreieck kann man dann gegebenenfalls in ein Geschäft gehen und sich möglichst ähnliche Farben heraussuchen. Oder man macht es einfach von Haus aus in anderen Farbtönen, das ist natürlich jedem selbst überlassen. Was nur möglicherweise abweichen könnte, ist die Deckkraft der Farben. Das muss man dann vor allem in der Menge beachten, damit man am Ende nicht zu wenig Farbe hat.

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Das Buch ist in 3 Kapitel unterteilt: Möbel & Leuchten, Textilien und Wand & Boden. Bei jedem Kapitel sind viele coole Projekte dabei, die allesamt hübsch aussehen. Ich glaube nur, dass man bei weitem nicht alle umsetzen kann, weil man sonst vor lauter Farb- und Mustermix innerhalb einer einzigen Wohnung wahnsinnig werden könnte. In einem Raum ein bis zwei selber bemalte Möbelstücke zu haben, stelle ich mir aber sehr geschmackvoll vor.

Cool ist auch, dass auch Projekte dabei sind, die mit der Oberflächenstruktur von Materialien und Mustern arbeitet. Da gibt es zum Beispiel einen Esstisch mit Folkloremotiv oder eine Tapete mit Blumenmuster. Besonders toll fand ich aber den Stoff, den man mit indischen Holzstempel bedrucken kann. Dafür kann man natürlich jeden größeren Stempel nehmen, aber das sieht einfach so hübsch aus. Beim Kapitel Textilien findet ihr übrigens auch eine Anleitung zur Shibori-Technik, die ich euch schon mal mit den Farben von Simplicol gezeigt habe.