September-Lieblinge: Moskau

In letzter Zeit wird mein Blog leider wirklich stiefmütterlich behandelt. Grund dafür ist mein neuer Job, der momentan super stressig ist – ich arbeite in einem Theater und am Donnerstag war Premiere. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass es gerade drunter und drüber geht. (Wer es übrigens genau wissen will: ich arbeite bei der Neuen Oper Wien und kann euch unsere Produktionen nur empfehlen!)

Einer meiner Kollegen war gerade in Moskau und hat mir so davon vorgeschwärmt, dass ich euch heute sämtliche Reiseunterlagen für Moskau vorstellen möchte. Irgendwann schaffe ich es bestimmt auch wieder nach Russland. Aber momentan muss das Durchblättern der Reiseführer als Urlaubsersatz herhalten.

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Wie ihr bestimmt wisst, waren mein Mann und ich heuer im Winter in St. Petersburg. Das war so großartig, dass mein Mann, der sowieso verrückt nach Sprachen ist, begonnen hat, russisch zu lernen. Damit er sich im nächsten Urlaub leichter tut, habe ich ihm den Sprachführer Russisch von Marco Polo besorgt.

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Das Buch ist relativ klein und leicht, sodass es auch gut ins Handgepäck passt. Im Umschlag ist ein kleiner Spickzettel, den man ausgeschnitten und gefalten sogar ins Geldbörserl geben kann. Zu Beginn wird außerdem die Aussprache erläutert sowie kurze grammatikalische Besonderheiten. Die restlichen Kapitel sind nach Anlässen geordnet, sodass man problemlos durch die Reise kommen kann – von der Buchung über die Essensbestellung bis hin zu Preisverhandlungen beim Shoppen ist alles dabei.

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So findet man nicht nur fertige Fragen oder Aussagesätze, die man einfach auswendig lernen kann, sondern auch schon vorformulierte E-Mails. Bei jedem Kapitel sind außerdem einige Infoboxen abgedruckt, in denen man Insider-Tipps erhält. Zum Beispiel: russische Vornamen werden immer irgendwie abgekürzt oder verkleinert – Tatjana ist im Alltag meist zumindest Tanja oder auch Tanjuscha.

Zwischendurch gibt es immer wieder Bilder, die die Vokabeln illustrieren. Im Kapitel Essen und Trinken sind sämtliche Lebensmittel abgebildet mit den passenden Wörtern darunter.

Insgesamt sehr praktisch: die deutschen Wörter werden sowohl ins kyrillische Alphabet übersetzt, als auch in eine lateinische Schreibweise. Vor dem Urlaub sollte man sich das Buch allerdings unbedingt schon mal durchschauen und einige Teile davon lernen. Zwar sind sämtliche Situationen abgedeckt, jedoch kommt man sonst spätestens bei den Antworten der russischen Gesprächspartner ins Strudeln…

Reiseführer Moskau

Außerdem darf bei einer Russland-Reise natürlich auch der passende Reiseführer nicht fehlen. Von Dumont ist gerade ein neuer, wahnsinnig umfangreicher Moskau-Reiseführer mit Stadtplan erschienen.

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Die Sehenswürdigkeiten sind nach Stadtteilen geordnet. Jeweils findet man außerdem noch Lieblingsorte sowie Vorschläge für Touren. Auch gibt es ein Kapitel mit Ausflügen in die Moskauer Umgebung sowie zu Beginn generelle Tipps fürs Essen, Shoppen und Schlafen.

Ganz hinten sind die wichtigsten Reiseinfos aufgelistet und einen kleinen Sprachführer gibt es auch. Insgesamt ist das Buch sehr gut strukturiert und mit vielen schönen Fotos bebildert.

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Der Reiseführer ist derart umfassend gestaltet, dass man wahrscheinlich mindestens ein Monat bräuchte, um das meiste zu sehen. So wird einem bestimmt auch beim zweiten oder dritten Besuch nicht langweilig. Der Nachteil jedoch: er ist relativ dick und demnach schwer. Bei einem Tagesausflug also nicht unbedingt das leichteste Gepäck.

Durch die Infos zu Geschichte und aktuellem Zeitgeist der Stadt wird der Reiseführer aber bestimmt trotzdem zum geliebten Begleiter meiner nächsten Moskau-Reise.

Und weil ich immer auch gerne Romane les, die dort spielen, wo ich gerade bin (oder zumindest inhaltlich zu meinem Urlaub passen), stelle ich euch auch noch dieses Buch vor: Engel sprechen Russisch von Mitja Vachedin.

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Der autobiografische Roman handelt von Mitja. Er hat schon drei verschiedene Phasen in seinem Leben hinter sich: seine Kindheit verbrachte er in der Sowjetunion, seine Jugend im russischen Kapitalismus und jetzt lebt er schon zehn Jahre in Westdeutschland. Doch das ist nicht so einfach, denn seine Familie ist schon bei so einigen Dingen gescheitert.

Die Geschichte wird mit viel Wortwitz, teilweise aber auch sehr melancholisch erzählt. Die Handlung selbst weist zwar nicht unbedingt einen aufregenden Spannungsbogen auf, ist jedoch keinesfalls langweilig. Mitja und sein Talent, sich in äußerst ungewöhnliche Situationen hineinzumanövrieren ließ mich beim Lesen manchmal schmunzeln, manchmal staunen. Der Stil ist einfach, sodass man sich schnell in das Buch hineinziehen lässt.

Neben „Russland to go“ ein ganz tolles Buch, das man unbedingt vorm Russland-Urlaub gelesen haben sollte!

Prinzipiell steht der nächsten Russland-Reise also nichts mehr im Wege. Wie man am schnellsten Weg an ein Visum kommt, hab‘ ich übrigens hier festgehalten.

(Vielen Dank an Dumont und DVA für das Bereitstellen der Rezensionsexemplare)

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