Wenn mich jemand fragt, erzähle ich gerne, dass ich am Stehplatz und im Theater aufgewachsen bin. Zum Glück fragt dann (meistens) niemand genau nach, was ich damit meine. Was auf das erste Hören so klingt, als wär ich vielleicht insgesamt kulturell gut gebildet, weil ich vermeintlich so oft am Stehplatz in verschiedenen Theatern und Stücken war, heißt übersetzt eigentlich: ich war ungefähr dreimal in der Woche am Stehplatz von einem Theater, in ein und demselben Stück. Manchmal ist mir dieses Zugeständnis fast ein bissi peinlich, weil ich meistens gleich in die Lade mit Verrücktheiten gesteckt werde – „Was? Du hast dieses Stück schon mehrmals gesehen?“. Aber eigentlich finde ich mittlerweile, dass man sich für Leidenschaft und Enthusiasmus nicht schämen muss. Immerhin habe ich, gemeinsam mit meinen wichtigsten Menschen, ein Hobby, für das ich wirklich brenne. Das hat nicht jeder.









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