Passend zum italienischen Buch „Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands“ stelle ich euch heute ein italienisches Kochbuch vor. Könnt ihr euch noch an meine Rezepte zum italienischen Abendessen erinnern? Die waren ja fast dilettantisch gegen jene, die im Buch „A tavola!“ zu finden sind. Das Buch bietet weit mehr als Pizza, Pasta und Risotto.

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Im Buch „A tavola! Die echte cucina italiana für zu Hause“ präsentiert Christian Henze seine 65 liebsten Rezepte aus der italienischen Küche. Der deutsche Fernsehkoch bittet zu Tisch (italienisch: a tavola) mit einer modernen, mediterranen Kulinarik-Reise.

Das Kochbuch ist in mehrere Kapitel unterteilt: Antipasti, Pasta, Pizza, Verdure, Pesce, Carne und Dolci. Aber keine Sorge, auch wenn Buchtitel und Kapitelüberschriften auf Italienisch sind, die Rezepte tragen deutsche Namen. Meistens jedenfalls. Die Rezepte sind tatsächlich, wie am Klappentext versprochen, Klassiker modern interpretiert. So findet man zum Beispiel kein Rezept für Spaghetti Carbonara, dafür aber Spaghetti-Gratin Carbonara – das unglaublich lecker klingt! Auch kein „normales“ Tiramisu oder Panna Cotta gibt es, sondern Christian Henzes Spezialvarianten.

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Beim Durchblättern ist mir einige Male das Wasser im Mund zusammengelaufen. Viele Rezepte habe ich eingemerkt. Die verwendeten Zutaten sind nicht sonderlich absurd, und müssten relativ einfach zu bekommen sein. Das finde ich bei einem Kochbuch immer wichtig. Ich hab ein ganz tolles Backbuch in meinem Regal stehen, von dem ich aber noch kaum etwas gemacht habe, weil mir die Zutaten alle viel zu abgehoben sind und ich nicht in vier Läden gehen mag, bis ich erst ein Ersatzprodukt kaufen muss, weil die eigentliche Zutat nicht erhältlich ist. Pluspunkt also für A tavola.

Auch gut finde ich, dass bei den Rezepten dabeisteht, für wie viele Personen die Menge ausreichend ist und wie lange die Zubereitung ungefähr dauert. Am Ende jeder Seite finden sich noch Tipps zum Anrichten.

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Das Buch enthält unzählige schöne Fotos, die sofort Lust auf einen langen, leckeren Italienurlaub machen. Für meinen Geschmack zeigen die Fotos aber viel zu oft Christian Henze. Ich muss gestehen, dass ich ihn vor Erhalt des Kochbuchs nicht gekannt habe. Möglicherweise würde ich deshalb gern mehr von typisch italienischen Küchen oder schöner Landschaft sehen, als ihn beim Essen. Trotzdem sind sehr viele schöne Bilder dabei. Was mich jedoch ein bisschen stört: ein paar Rezepte haben kein Bild dabei, oder zumindest kein passendes. Generell ist jede Doppelseite mit Rezept gleich aufgebaut: auf der einen Seite Rezept, auf der anderen das passende Bild. Bei manchen Rezepten findet man jedoch kein Bild, dass das Essen zeigt. Bei Penne mit Salsiccia, Tomaten und Zwiebel sind beispielsweise zwei Fotos von Christian Henze, ein Foto von einem Kanister Olivenöl und ein Foto von Tomaten zu sehen. Das finde ich schade, weil doch das Auge sofort mitisst. Sieht ein Rezept lecker aus, will ich es viel schneller nachkochen, als wenn ich das ganze Rezept erst lesen muss, um zu entscheiden ob ich es überhaupt lecker finde.

Ich bin aber sicher, in diesem Kochbuch findet sich jeder etwas: es gibt viele Fleischgerichte, aber auch Fisch und Vegetarisches. Und bei italienischen Nachspeisen kann doch sowieso keiner Nein sagen, oder?

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