Für einen Adventkalender ist man nie zu alt. Oder wie seht ihr das? Jedes Jahr habe ich ein bisschen Angst, dass meine Lieben denken, dass man mit 23 Jahren keinen Adventkalender mehr braucht. Zum Glück aber kennen mich meine Freunde und Familie ja, sodass ich dann doch immer mehrere Kalender bekomme.

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Heuer habe ich einen Paddington-Adventkalender, einen Krimiadventkalender, einen selbstgemachten und ein Buch, das für jeden Tag einen skandinavischen Weihnachtsbrauch für mich bereithält: „Lucias Lichterkranz“ von Sibylle Hardegger und Stephan Sigg. Ich kann es kaum erwarten, alle Kästchen zu öffnen.

Das Buch „Lucias Lichterkranz“ ist im Kösel Verlag erschienen und ist nach den einzelnen skandinavischen Ländern aufgeteilt. Die ersten „Kästchen“ zeigen Bräuche aus Norwegen. Hier gibt es eine Geschichte, die nicht nur für Kinder geeignet ist. Es geht um Nils und sein Adventsbuch. Die Geschichte ist in kleine Teile gegliedert, sodass man bis 6.12. jeden Tag ein Stückchen lesen kann. Außerdem gibt es lustige Anekdoten zu Bräuchen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es durchaus üblich ist, in Norwegen zwei Weihnachtsbäume in einem Haushalt aufzustellen? Die Rezepte für norwegische Weihnachtskekse klingen auch ganz herrlich. Wie gut, dass ich diese Woche mit dem Backen anfange.

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Der zweite Teil dreht sich um Weihnachten in Finnland. Auch hier gibt es wieder eine Geschichte, die in einzelne Kapitel geteilt ist. Bei den finnischen Traditionen findet ihr übrigens auch die geheime Adresse vom Weihnachtsmann. Ob er auch zurückschreibt? Die Wartezeit kann auf jeden Fall mit Liedern, backen und basteln verkürzt werden.

Weiter geht’s nach Schweden. Hier dreht sich alles um Lucia, die traditionell einen Lichterkranz am Kopf trägt. Was es mit dieser Geschichte auf sich hat, erfahrt ihr zwischen 13. und 18. Dezember. Es gibt noch das Lucia-Lied, Geschichten rund um Jultomten, die kleinen Weihnachtswichtel, ein Rezept für Glögg und Pfefferkuchen und eine weitere Geschichte.

Zum Abschluss führt es das Buch nach Dänemark. Außer der Geschichte gibt es noch das klassische Weihnachtsherz, Julehjerte, zum Basteln, sowie das Rezept zu Klejner. Das ist ein wahnsinnig lecker aussehendes frittiertes Weihnachtsgebäck.

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Am Ende jedes Kapitels gibt es noch ein paar Infos zum Land, ganz unabhängig von Weihnachten. Die Geschichten sind nett illustriert, die Texte einfach geschrieben. So eignet sich das Buch als Adventkalender für die ganze Familie.

Das Gute ist, dass dieser Adventkalender nicht am 24.12. aufhört. Das letzte Kapitel zeigt, wie Menschen in Nordeuropa die Tage nach Weihnachten verbringen. Dass Knut die Weihnachtszeit beendet, und man da die Weihnachtsbäume aus dem Fenster schmeißt, weiß seit der Ikea-Werbung jeder. Wusstet ihr aber, dass man in Schweden Amaryllis verschenkt, wenn man nach Weihnachten zum Essen eingeladen ist?